Das Gedächtnis unserer Stadt

 

„Kölns Kultur nicht ins Gerede, sondern ins Gespräch bringen“ ist das Ziel des Kulturforums Köln. Wir laden ein zu unserem nächsten

Kölner Kulturmontag
am 18. Dezember 2006, 19.00 Uhr,
im Historischen Archiv der Stadt Köln,
Severinstraße 222-228, 50475 Köln

Historisches Archiv Köln:
Das Gedächtnis unserer Stadt

Mit Dr. Bettina Schmidt-Czaia, Leiterin des Historischen Archivs der Stadt Köln.

Das Historische Archiv ist eines der größten kommunalen Archive Deutschlands. Hier werden Originaldokumente aus über tausend Jahren Kölner und rheinischer Geschichte verwahrt. Es ist das historische Gedächtnis der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen interessanten Abend.

 

Elfi Scho-Antwerpes, Vorsitzende Edgar Franzmann, stv. Vorsitzender

Die Kunst- ein Galerist zu sein

 

Wir laden ein zu unserem nächsten
Kölner Kulturmontag*
am 27. November 2006, 19.00 Uhr,
Galerie Gisela Capitain,
St.-Apern-Str. 20-26, 50667 Köln

Die Kunst, ein Kölner Galerist zu sein 
Köln, Kunst, ART COLOGNE und Galerien

mit Gisela Capitain, Sprecherin der Kölner Galerien,
und Gérard A. Goodrow, Direktor ART COLOGNE.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und einen anregenden Abend.

Elfi Scho-Antwerpes, Vorsitzende
Edgar Franzmann, stv. Vorsitzender

 

* Kölner Kulturmontag - an jedem dritten Montag im Monat. Bitte vormerken: Montag, 18. Dezember 2006, 19 Uhr: Das Gedächtnis einer Stadt, Historisches Archiv der Stadt Köln, Severinstraße 222-228.

Einladung zum Kölner Kulturfest

 

Kölner Kulturfest
am Sonntag, den 22. Oktober 2006, 11.00 Uhr,
im Kabarett-Theater „Klüngelpütz“,
Gertrudenstr. 24, 50667 Köln - Eintritt frei!

Informieren Sie sich über das Kulturforum Köln, lernen Sie nette Leute kennen, genießen Sie ein ganz spezielles Kabarett-Programm:

Marina Barth und Thilo Seibel
Kultur und SPD – kann das gutgeh’n?

anschließend
Jazz, Swing & Bossa Nova-Frühschoppen
mit Angela Luis und Felix Heydemann

Außerdem gibt’s Kölsch und andere Getränke, Halven Hahn, Schwarzbrot und Camembert, Frikadellen und Fleischwurstbrötchen,Tomaten, Gurken und wohl auch etwas Süßes.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und eine anregende Matinée. Und bringen Sie ruhig Ihre Freunde mit.

Elfi Scho-Antwerpes (Vorsitzende)

Edgar Franzmann (Stv. Vorsitzender)

Wieviel Kultur braucht die Politik?

 

„Kölns Kultur nicht ins Gerede, sondern ins Gespräch bringen“ ist das Ziel des Kulturforums Köln.

Wir laden ein zu unserem nächsten
Kölner Kulturmontag* am 16. Oktober 2006, 19.00 Uhr, 
LVR Horion Haus, Hermann-Pünder-Str. 1, 50679 Köln-Deutz

Stadt und Land - Verantwortung für Kultur

mit Claudia Nell-Paul, MdL, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag NRW, Dr. Fritz Behrens, Staatsminister a.D, Vorsitzender des Kulturausschusses des Landtages NRW, Hans-Georg Bögner, kulturpolitischer Sprecher der SPD Fraktion im Rat der Stadt Köln und Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, Moderation: Dr. Hans-Jürgen Baedeker, Staatssekretär a.D.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und einen anregenden Abend.

Elfi Scho-Antwerpes (Vorsitzende)
Edgar Franzmann (Stv. Vorsitzender)

* Kölner Kulturmontag – an jedem dritten Montag im Monat.

 

Bitte vormerken: Sonntag, 22. Oktober 2006, 10 Uhr, Kulturfest des Kulturforums Köln im Kabarett-Theater „Klüngelpütz“.

Einladung zum Kulturmontag in der Oper

 

„Kölns Kultur nicht ins Gerede, sondern ins Gespräch bringen“ ist das Ziel des Kulturforums Köln. Wir laden ein zu unserem nächsten Kölner Kulturmontag* am 18. September 2006, 19.00 Uhr, im Opernhaus Köln, 1. Etage, rechtes Raucher-Foyer

Das aktuelle Thema:
Oper 2006 – zur Genesung einer Kölner „Kultur-Wundstelle“

Der Verein Loch e.V. beschäftigt sich in seiner neuesten Publikation mit der Kölner Oper. Kathrin LuzBernd Kniess und Meyer Voggenreiterpräsentieren Perspektiven und Zukunftsszenarien. Neben der Frage nach dem ideellen, gesellschaftlichen Wert von Oper werden am Beispiel der Kölner Oper auch deren spezielle, materielle Manifestationen im öffentlichen Raum thematisiert. Die Materialien eines Entwurfsseminars an der Universität Wuppertal zu den stadträumlichen und produktiven Bedingungen der Oper in Köln zeichnen hier ein vielschichtiges Szenario.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und einen anregenden Abend.

Elfi Scho-Antwerpes (Vorsitzende), Edgar Franzmann (Stv. Vorsitzender)

Brandauers "Lohengrin" in der Oper

 

Mit seiner Berliner Inszenierung von Bertolt Brechts «Dreigroschenoper» hat der Schauspieler Klaus Maria Brandauer unlängst für ein eher kritisches Medienecho gesorgt. Wie wird die Resonanz auf seine neue Regiearbeit? Im Kölner Opernhaus inszeniert der 62-jährige Richard Wagners «Lohengrin», Premiere ist am Samstag, den 9. September.

Ganz unbekannt ist dem Musikpublikum in Nordrhein-Westfalen und speziell in Köln der musikbegeisterte Brandauer nicht. Im Mozart-Jahr 2006 liest Brandauer mit seiner warm timbrierten Stimme allmorgendlich im Radio Ausschnitte aus der Mozart-Korrespondenz. Und in der Kölner Philharmonie gastierte er in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem Dirigenten Thomas Hengelbrock und gestaltete erfolgreich musik-literarische Abende.

Gleich eine ganze Wagner-Oper in Szene zu setzen, erfordert nach Meinung von Beobachtern Mut zum Risiko. Brandauer gestand unlängst, dass er bislang zu Wagner nicht so ein inniges Verhältnis wie zu Mozart beispielsweise gehabt habe. «Aber ich hab’s mir einfach zugetraut», gab Brandauer zu Protokoll. «Es gibt viele Menschen, die mir helfen werden, und ich habe mit Markus Stenz einen fabelhaften Dirigenten.»

Dass Brandauer aber überhaupt die Gelegenheit bekam, sich mit Wagners 1850 in Weimar uraufgeführter, romantischer Oper zu beschäftigen, verdankt er Kölns Opern-Intendant Christoph Dammann. Nachdem er Brandauers Wiener «Hamlet»-Inszenierung gesehen hatte, kam sofort die Anfrage, ob er nicht Lust hätte, den «Lohengrin» zu machen. Eine der Herausforderungen, die Brandauer offenbar reizen. Auch wenn das Resultat manchmal danach nicht so aufgenommen wird wie erhofft - so etwa die Inszenierung der Berliner «Dreigroschenoper» mit unter anderem dem Punk-Sänger Campino.
Doch Brandauer hat genügend Selbstbewusstsein, um auch solche Reaktionen wegzustecken.

Immerhin kann er auf eine beispiellose Karriere zurückblicken. Am 22. Juni 1944 als Klaus Maria Steng in Bad Aussee geboren, gilt der Österreicher seit seinem ersten Hauptrollendebüt am Landestheater Tübingen 1963 als eine Schauspiel-Institution. Allein als festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters hat er dort seit 1972 über hundert Mal den «Hamlet» gespielt, war er von 1983 bis 1989 als «Jedermann» im gleichnamigen Stück von Hugo von Hofmannsthal bei den Salzburger Festspielen zu sehen.

Nebenbei sorgte Brandauer dann immer wieder auch als Kinoheld für Aufsehen. Mal an der Seite von Sean Connery in «James Bond 007 - Sag niemals nie», mal in der Rolle als «Baron Blixen» in «Jenseits von Afrika», die ihm 1986 eine Oscar-Nominierung einbrachte.

Von solchen irdischen Film-Stoffen geht es nun aber mitten hinein in die mittelalterliche Märchenwelt Wagners. In den Kampf zwischen zwei Glaubenssystemen, aus dem sich die Liebesgeschichte zwischen Elsa von Brabant und dem Schwanenritter Lohengrin entwickelt. Diese Sagengeschichte will Brandauer jedoch nicht durch eine rein politische Brille sehen und dabei auf mögliche nationalistische Tendenzen hinweisen. Es seien gerade die privaten Befindlichkeiten und Konflikte, die ihn interessierten, wie er unlängst in einem Interview verriet. Die konventionellen Blickweisen auf «Lohengrin» überlasse er lieber anderen, er suche vielmehr nach neuen Lösungsmöglichkeiten. Ansonsten, sagt Brandauer, brauche er niemanden vier Stunden ins Theater zu schicken.

Neuer Vorstand gewählt

 

Auf der Mitgliederversammlung am Montag, den 15. Mai, im Stadtgarten stand auch die Neuwahl des Vorstandes an. Elfi Scho-Antwerpes wurde als Vorsitzende wiedergewählt, mit Marina Barth (”Klüngelpütz”) und Dietmar Kobboldt (”Studiobühne”) zogen zwei aktive Kulturschaffende neu in den Vorstand ein.

Der neue Vorstand besteht aus:

Vorsitzende:
Elfi Scho-Antwerpes

Stellvertreter:
Ingrid Baedeker
Edgar Franzmann

Schatzmeister:
Michael Findeisen

Schriftführer:
Michael Mende

Beisitzer:
Marina Barth
Dietmar Kobboldt
Manfred Post
Hans-Georg Bögner (als kulturpolitischer Sprecher der SPD im Kölner Rat)

Als Kassenprüfer wurden gewählt:
Eva Bürgermeister

Renate Dinkelbach

theater der keller: Zurück in die Zukunft

Der Bewerbungsschluss für die neue Intendanz des theater der keller endet am 

Das “theater der keller” bleibt in der Spielzeit 2006/07 in der Kölner Südstadt. Der neue Eigentümer hat dem in seiner Existenz bedrohtem Theater eine mehrjährige Verlängerung des Mietvertrages für das Haus in der Kleingedankstraße zugesagt.

Der Trägervereinsvorstand des theater der keller und seiner Schauspielschule hat Herbert Wandschneider, der dem Haus seit 1998 als Schauspieler, Regisseur und Dozent verbunden ist, beauftragt, den Spielplan für die Monate September und Oktober für das theater der keller zu planen.

Der neue Eigentümer Klaus Müller ist im Interesse des Fortbestandes des Theaters nicht mehr an einer eigenen Nutzung des Hauses Kleingedankstraße 6 interessiert und hat zur Sicherung der Zukunft von Theater und Schauspielschule dem Trägervereinsvorstand eine mehrjährige Verlängerung des Mietvertrages zugesagt, der in den nächsten Wochen abgeschlossen werden wird.

Ein Umzug in das LOFT1895 an den Gladbacher Wall ist ungewiss, da sich Land und Stadt gegenwärtig nicht in der der Lage sehen, das Projekt finanziell zu unterstützen, obwohl die beantragte Baugenehmigung in Kürze zu erwarten ist.

15. Mai 2006. Die hochkarätige Findungskommission wird am 29. Mai 2006 drei Kandidaten auswählen. Der Trägervereinsvorstand wird dann in der 1. Hälfte Juni 2006 eine neue Direktorin oder neuen Direktor der Öffentlichkeit präsentieren.

Einladung zur Mitgliederversammlung

 

“Kölns Kultur nicht ins Gerede, sondern ins Gespräch bringen”, ist Motto des Kulturforums Köln e.V. Deshalb laden wir jeden dritten Montag im Monat zum “Kulturmontag”.

Der nächste Kulturmontag am 15. Mai 2005, 19 Uhr, im Stadtgarten, Venloer Straße 40, beginnt mit dem Punkt
Ordentliche Mitgliederversammlung
mit Neuwahl des Vorstandes und der Revisoren,
Bericht des Vorstandes, Diskussion etc.
Anschließend, ab ca. 20 Uhr, liest
Dr. Werner Jung aus seinem Buch
„Das moderne Köln“ –
ein historischer Stadtführer (Bachem-Verlag).

Sie sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Für ein Haus der jüdischen Kultur am Rathaus

Auch die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP haben sich auf eine entsprechende Linie geeinigt und für den 18. Mai einen Antrag in den Kölner Rat eingebracht. Dr. Hans-Georg Bögner, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: “Wir wollen das Haus der jüdischen Kultur, wir wollen den Arcitektenwettbewerb für den Rathausplatz und das Haus Kutz, wir wollen die Verbindung mit der archeologischen Zone, und wir werden sicherstellen, dass dieses Projekt, über das in Köln seit Jahrzehnten diskutiert wurde, jetzt endlich verwirklicht werden 

Braucht Köln ein Museum oder Haus der jüdischen Kultur? Soll dieses Haus auf dem heutigen Rathausplatz entstehen, dem historischen Judenviertel? Oder muss der Rathausplatz, der so erst nach dem Kriege entstanden ist, frei bleiben? Das waren die Themen des Kulturmontages am 24. April im sehr gut besuchten Café des Wallraf-Richartz-Museums/Fondation Corboud.

Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Vorsitzende des Kulturforums Köln e.V., moderierte die spannende Diskussion mit zwei Haupt-Protagonisten.

Dr. Helmut Fußbroich, Kunsthistoriker, Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur in NRW e.V., plädierte eindringlich für das Projekt. Schon im vierten Jahrhundert habe es in Köln eine jüdische Gemeinde gegeben, die Archeologie habe Reste der Synagoge und des jüdischen Viertels unter dem heutigen Rathausplatz gesichert. Keineandere deutsche Stadt habe so bedeutende eigene historische Schätze einer jüdischen Kultur. Deshalb dürfe sich Köln diese einmalige Chance eines Hauses der jüdischen Kultur an diesem Standort nicht entgehen lassen. Die Finanzierung werde vom Verein sichergestellt, die Stadt müsse nur das Grundstück zur Bebaung freigeben.

Die Gegenposition aus städteplanerischer Sicht stellte Dr. Ulrich Krings, Stadtkonservator i. R., vor. Der Rathausplatz sei zwar erst nach den Zerstörungen des Krieges entstanden, aber spätestens seit des Neubau des Wallraf-Richartz-Museums habe der Platz auch einen eigenen Charakter, den man erhalten solle. Eine Bebauung des Rathausplatzes müsste auf jeden Fall die gesamte Nachbarschaft mit berücksichtigen.

Im Laufe einer sehr intensiven Diskussion wurden Kompromissmöglichkeiten deutlich. Unstrittig war, dass ein Haus der jüdischen Kultur in Köln entstehen soll, möglichst am Ort des historischen Judenviertels oder in unmittelbarer Nachbarschaft, zum Beispiel auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhauses Kutz. Favorisiert wird ein Standort auf dem Rathausplatz, ein Neubau müsse aber architektonisch auf den bestehenden Rathausplatz und die Nachbarbauten wie das Wallraf-Richartz-Museum Rücksicht nehmen. Denkbar wäre, dass Nebengebäude des jüdischen Museums, z.B. die Verwaltung, auf dem Gelände des Kaufhauses Kutz angesiedelt werden könnten, damit das Bauvolumen auf dem Rathausplatz selbst kleiner ausfallen könne. Auf jeden Fall solle ein städtebaulicher Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Außerdem solle der Bau des jüdischen Kulturhauses im Zusammenhang mit der archeologischen Zone realisiert werden kann.”.

Boy George kommt nach Köln

 

Disco-Legende Boy George kommt zum diesjährigen «electronic beats»-Festival nach Köln. Außer dem Chef des Culture Club werden unter anderem auch Nightmares on Wax Soundsystem und Groove Armada erwartet.

Bei dem Festival am 26. Mai im Kölner E-Werk werden Nightmares on Wax Soundsystem Songs aus ihrem kürzlich veröffentlichten Album «In A Space Outta Sound» vorstellen. Ihre typische Mischung aus Soul und HipHop wird nach den französischen Techno-Sounds von Superdiscount zu hören sein, die die Bühne für DJ-Sets von Hell und Boy George vorbereiten.

Zwischen den Auftritten wollen zahlreiche DJs die Besucher zum Tanzen bringen. Der Vorverkauf hat begonnen. Am 2. Juni wird in Budapest dann das zweite «electronic beats»-Festival dieses Jahres stattfinden.

Raub-Kunst Gemälde in Kölner Museum

 

Zwei wertvolle Gemälde, die NS-”Reichsmarschall” Hermann Göring 1940 durch einen erzwungenen Ankauf in seinen Besitz gebracht hatte, sind im Kölner Wallraf-Richartz-Museum aufgetaucht.

Das Bild “Kuh auf der Weide” des Franzosen Constant Troyon (1810-1865) und eine großformatige “Ländliche Szene” (1677) von David Teniers d.J aus der Sammlung Goudstikker würden derzeit im Museumsdepot aufbewahrt, sagte ein Museumssprecher am Mittwoch (29.03.06). Auf die dunkle Geschichte der beiden Raubkunst-Stücke sei man bei der Sichtung der Bestände des Hauses gestoßen.

Der Direktor des Wallraf-Richartz-Museums, Andreas Blühm, befürwortet eine baldige Rückgabe der Gemälde an die Erben des Amsterdamer Sammlers Jacques Goudstikker, der auf der Flucht aus den besetzten Niederlanden ums Leben gekommen war. Der Rückgabe muss zunächst jedoch noch der Kölner Stadtrat zustimmen.

Bereits vor einigen Wochen hatten Museen in Dresden und Düsseldorf zwei Gemälde an die Goudstikker-Erben zurückgegeben. Im Februar hatte die niederländische Regierung angekündigt, über 200 Kunstwerke aus den Museen des Landes den Nachkommen des Sammlers auszuhändigen.

Kölner in der Unterwelt

 

Normalerweise sind Kölns Museen montags geschlossen. Am 20. März aber machte das Römisch-Germanische Museum für den “Kulturmontag” des Kulturforums Köln eine Ausnahme: Prof. Dr. Hansgerd Hellenkemper höchstpersönlich führte durchs Haus und erläuterte faszinierende Pläne für eine “Archeologische Zone” an der “Via Culturalis”.

Für die vergleichsweise bescheidende Bausumme von 13 Millionen Euro könnte in Köln dieses einzigartige Projekt entstehen: eine unterirdisch begehbare archeologische Zone vom Dom mit seiner Schatzkammer bis hin zum Wallraf-Richartz-Museum. Besonders die Verbindung des schon erschlossenen römischen Prätoriums (”Mit dem Fahrstuhl in die Römerzeit”) mit weiteren historischen Bodendenkmälern am und im Rathaus bis hin zum alten jüdischen Viertel mit “Mikwe” und der ehemaligen Synagoge ist eine faszinierende Vision. Kombiniert mit der “Via culturalis” könnte der Weg oberirdisch weitergeführt werden bis hin zu St. Severin mit seinen Katakomben.

Prof. Hellenkemper: “Für die Regionale 2010 entwickeln wir jetzt ein detailliertes Konzept. Wenn wir unsere Hausaufgaben gut erledigen, dann übernimmt das Land bis zu 80 Prozent der Kosten, dann müsste die Stadt selbst nur noch 2,5 bis 3 Millionen Euro tragen”, das ist weniger, als zum Beispiel für die Fußball-WM ausgegeben wird, stellten die Gäste verblüfft fest.

Nach Hellenkempers Schätzung würde die neue “Archäologische Zone” bis zu 200.000 Besucher jährlich anlocken. Bei einem Eintrittspreis von 6 Euro würde sich das Projekt selbst tragen, aus dem laufenden Betrieb entstünden keinerlei Belastungen für den Haushalt. Aber: Köln besäße dann eine unterirdische Sehenswürdigkeit, wie es sie so weltweit nicht noch einmal gebe.

Die Besucher des Kulturforums, unter ihnen Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Dr. Hans-Georg Bögner, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, waren jedenfalls von den vorgestellten Plänen begeistert. Bögner: “Wir sollten alles tun, dass Köln diese Möglichkeit nutzt.”

Und noch eine Einsicht nach dieser hochinteressanten Veranstaltung: Wir Kölner sollten öfter in die eigenen Museen gehen. “Senftöpfchen”-Chefin Alexandra Kassen erfuhr zum Beispiel, dass der heutige Standort ihres Theaters in den Jahren 0 bis 80 nach Christus noch auf einer Insel im Rhein lag. Und der Autor dieser Zeilen, der in Lindenthal wohnt, staunte vor einer Vitrine mit Ausstellungsstücken aus dem “Steinzeitdorf Köln-Lindenthal”. Was den ehemaligen SPD-Vorsitzenden Kurt Uhlenbruch aus Köln-Ehrenfeld zu der flapsigen Bemerkung veranlasste: “Steinzeitdorf Lindenthal - das erklärt so manches"

Oper mit Nymphomanin

Über Perpignan war 1929 auch der Dichter Paul Eluard mit seiner Frau Gala nach Cadaqués zu Dalí gekommen. Gala verließ ihren Mann und blieb bei dem Maler. Hier schließt sich der Kreis zu Heidenreichs Kammeroper, die nach der Premiere 

Sie war “ein unglaublich nymphomanisches Weib”, sagt Elke Heidenreich über Dalis Muse Gala. Zur großen Kölner Dali-Ausstellung schrieb Heidenreich ein Opernlibretto, das Werk wird am Montag im Museum Ludwig uraufgeführt.

Von Gala, der schillernden Muse des Malergenies Salvador Dalí, kann Elke Heidenreich gar nicht genug bekommen. «Sie muss ein irres Weib gewesen sein, unglaublich nymphoman», erzählt die Schriftstellerin und Literaturkritikerin. Noch als über 80-Jährige habe sich die geschäftstüchtige Schönheit einen 23-jährigen Liebhaber gegönnt. Ihre Gier nach Wohlstand sei entscheidend für die bis dahin einmalige Vermarktung des Künstlers Salvador Dalí gewesen.

Anlässlich der großen Dalí-Ausstellung im Kölner Museum Ludwig hat Elke Heidenreich das Libretto für eine Kammeroper über den exzentrischen Maler geschrieben. «Selten hat mir etwas so Kompliziertes so viel leichte Freude gemacht», verrät die 63-Jährige. Das 45-minütige Werk mit dem Titel «Gala Gala» wird am Montag im Kölner Museum Ludwig vor 120 Zuschauern uraufgeführt. Komponiert wurde das Werk von Marc Aurel Floros, Xaver Poncette übernahm die musikalische Leitung. Regie führt Ralph Goertz.

In der Kammeroper wird Gala von Dalí, ihrem Ex-Mann Paul Éluard und einem Kunstmäzen umschwärmt. Auch Max Ernst taucht auf, der ihr in einer Hassliebe verfallen ist. Diese Personenkonstellation entspricht den historischen Begebenheiten. Heidenreich montiert ihre eigenen Texte mit Originalzitaten der beteiligten Künstler, so dass ein «dalinistisches Kaleidoskop» entstehe, erklärt die Autorin. Angesiedelt ist das leidenschaftliche Dramolett passenderweise eine Stunde vor der Eröffnung einer Dalí-Ausstellung. Kurz bevor die Besuchermassen herein strömen, kochen die Emotionen hoch.

Die Komposition der Kammeroper war von der Oper Köln anlässlich der Ausstellung «Salvador Dalí - La Gare de Perpignan. Pop, Op, Yes-yes, Pompier» in Auftrag gegeben worden. Mit der Schau rund um Salvador Dalís-Schlüssel-Gemälde «La Gare de Perpignan” feiert das Museum sein 30-jährigen Bestehen. Der Sammler Peter Ludwig erwarb das monumentale Bild 1978 für das Kölner Haus, wie Museumsleiter Kasper König erläutert. Das Werk komme einer gemalten Autobiografie des Künstlers gleich. Verschiedene Aspekte seines Lebens und phantastische Bildwelten erscheinen hier als Traumvision.

Der Bahnhof von Perpignan ist Relaisstation für Reisende zwischen Spanien und dem europäischen Norden. Über die südfranzösische Stadt gelangten sowohl Dalí selbst als auch viele seiner Freunde nach Paris. Während ihres Aufenthalts bei Dalí oder in Erinnerung an die Reise schufen viel Künstler Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Filme und Publikationen.

Die Schau versammelt vom 18. März bis zum 25. Juni rund 200 Exponate von Künstlern wie René Magritte, Man Ray, Marcel Duchamp, dem Filmemacher Luis Bunuel sowie der Dichter Paul Eluard, Andre Breton und Federico Garcia Lorca. Gemeinsam mit den Werken Dalís geben sie ein Zeugnis von der Position des Surrealisten Dali in der internationalen Kunstszene seiner Zeit.

noch am neun weiteren Terminen von März bis Mai gezeigt werden soll.

Wo bitte geht`s zum Film?

 

Wie kommt ein Regisseur zum passenden Gesicht für eine außergewöhnliche Figur in seinem Kinofilm? Wie findet ein junger Schauspieler eine passende Rolle? Und wo treibt ein TV-Produzent einen Besetzungsspezialisten für Kinderrollen auf? Antworten auf diese Fragen gibt die Internet-Seite www.gesichter-gesucht.de, die vor Kurzem in Köln an den Start gegangen ist.Das unabhängige Branchenportal stellt Kontaktdaten und Informationen für ein erfolgreiches Casting bereit. Die Besetzung von Film- und Fernsehrollen mit Darstellern soll so erleichtert werden. Die Datenbank porträtiert zudem staatliche und private Schauspielschulen, stellt einschlägig erfahrene Fotografen vor und informiert über Workshops zu Casting-Fragen. Außerdem können Casting-Termine bekannt gemacht werden. Auch eine gezielte Suche nach Namen, Stichworten oder Region ist möglich.

Das Internet-Angebot www.gesichter-gesucht.de soll unter anderem dazu beitragen, dass ausgeschriebene Rollen hier zu Lande wieder häufiger aufgrund eines persönlichen Vorsprechens vergeben werden. «Unter dem vorherrschenden Zeitdruck werden in Deutschland derzeit professionelle Schauspieler häufig nur noch nach einem Foto aus dem Agenturkatalog oder einem Demoband gecastet», sagt die Gründerin des Branchenportals, Tina Thiele, die nach fünfjährigen internationalen Recherchen ein Buch über das Thema «Casting» geschrieben hat.

Die studierte Filmwissenschaftlerin und Kulturmanagerin, die bei der Besetzung von europäischen Rollen in den Kinofilmen «Edelweißpiraten» und «Futschicato» auch viel praktische Erfahrungen gesammelt hat, kritisiert, dass durch die gängige Praxis «das Repertoire des Schauspielers gar nicht ausgeschöpft werden kann». Um die künstlerischen Visionen des Regisseurs zu realisieren, sei der direkte Kontakt des Casting Directors mit dem Schauspieler nötig, «damit der Besetzungsexperte sich in die Person einfühlen und den Schauspieler in einer zum Filmstoff passenden Umgebung erleben kann.»

Das neue Branchenportal gliedert sich in einen offenen und einen geschlossenen Bereich. Im offenen Teil können Interessierte kostenlos surfen und Adressen und Profile von Aus- und Fortbildungsstätten, Komparsenagenturen, Fotografen und Visagisten abrufen, eine Kontaktbörse und eine Casting-Kolumne nutzen und Termine von offenen Castings einsehen.

Mütter und Väter, die bemerkt haben, dass ihr Sprößling über Kameratalent verfügt, und eine professionelle Stellungnahme einholen wollen, können auf der Website zum Beispiel eine Liste mit 18 Kinder- und Jugendagenturen finden.

Der geschlossene Bereich ist kostenpflichtig und richtet sich an Branchenmitglieder mit einer gewissen Berufserfahrung. Dazu gehören professionelle Schauspieler und Schauspielschüler ab dem dritten Ausbildungsjahr, Casting Directors mit einschlägiger Praxis und Agenturen, die professionelle Schauspieler vertreten. In diesem Bereich werden Adressen und Arbeitsprofile von derzeit 230 Schauspielagenturen, 74 nationale und 25 internationale Casting Directors , 35 Synchronisationsstudios sowie Casting-Angebote für Profis bereit gehalten.

Ein monatlich erscheinender Newsletter informiert zudem über interessante Brancheninterna. Die Beschränkung des Zugangs hat Tina Thiele unter anderem deshalb eingeführt, damit «Besetzungsbüros und Regisseure nicht von Kleindarstellern und Komparsen mit aussichtslosen Bewerbungen überhäuft werden.»

"Achtung, Sie werden geküsst!"

 

Die Lufthansa warnte gestern ihre Passagiere bei Anflügen auf Köln eindringlich vor möglichen “Sicherheitsproblemen”: “Achtung, Sie werden geküsst.”

Anlass der Warnung war die Weiberfastnacht (kölsch: Wieverfastelovend), der Auftakt des Straßenkarnevals in Köln und den anderen rheinischen Karnevalshochburgen Bonn und Düsseldorf.Ein anderer Hinweis in Deutsch und Englisch für karnevals-unkundige Reisende hieß: “Mit Scheren bewaffnete Frauen haben es auf Ihre Krawatten abgesehen.” Nach Angaben des Unternehmens landeten gestern etwa 200 Lufthansa-Maschinen auf den Flughäfen von Düsseldorf und Köln.

Zwar seien unter den Passagieren viele Jecken aus aller Welt gewesen, die das närrische Treiben angezogen habe. Gestern seien aber auch etwa 200 Lufthansa-Maschinen von den beiden Flughäfen in alle Welt gestartet. Darunter dürften laut Lufthansa auch viele Rheinländer gewesen sein, die die jecken Tage im karnevalsfreien Exil verbringen wollten.

Cologne Fine Art darf wiederkommen

 

“Der Kunsthandelsplatz Köln hat durch die Premiere der COLOGNE FINE ART einen deutlichen Impuls bekommen.” Diese Feststellung traf Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse, am Ende der neuen Kölner Kunst- und Antiquitätenmesse, die am 19. Februar 2006 nach sechstägiger Dauer die Tore schloss. Kuhrts Resumee beruht auf den guten Erfahrungen der rund 190 internationalen Aussteller. “Die Zusammenführung der ehemaligen drei Kunstmessen als starker Gemeinschaftsauftritt hat sich bewährt”, so Gérard A. Goodrow, Geschäftsbereichsleiter Kunst und Kultur der Koelnmesse: “Die komplexe inhaltliche Ausrichtung der COLOGNE FINE ART, die über drei Jahrtausende Kunst und Kunstgewerbe unter ein Dach bringt, ist fast ohne Vergleich.” Der Neubeginn, der mit dem Umzug in andere Hallen auf dem Kölner Messegelände verbunden war, wurde von nahezu 30.000 Besuchern eindrucksvoll honoriert.

Voll des Lobes über Konzept und Verlauf der COLOGNE FINE ART waren die Aussteller. Der Aachener Jugendstil- und Art Déco-Fachmann Paul Grobusch: “Die Messe bekommt von mir drei Mal Gut - gute Nachfrage, gute Abschlüsse, gute Kontakte. Alte Hasen unter meinen Kunden kehrten nach Köln zurück. Wir sind überaus zufrieden.” Der Kölner Asiatika-Händler Hans-Martin Schmitz: “Der überraschend starke Besuch hat uns beeindruckt. Ich habe ordentlich verkauft.”
Dr. Dagmar Holz, ausgewiesene Expertin für Meißener Porzellan aus Königswinter: “Mir gefällt die Zusammenlegung der drei ehemaligen Messen. Der Umsatz hat meine Erwartungen mehr als erfüllt.” Den Status quo schätzt der Wiener Patrick Kovacs, Fachmann insbesondere für Mobiliar der Wiener Werkstätten, und prognostiziert der COLOGNE FINE ART “eine große Zukunft”. Für seinen Bereich konstatiert er: “Das Kunsthandwerk des 20. Jahrhunderts hat auf dieser Messe ein repräsentatives Forum. Ich bin mir sicher, dass Köln zum führenden Handelsplatz für dieses Segment avanciert.”

Auch bei den Vertretern der Klassischen Moderne war Zustimmung zur neuen Messe die Regel. Der Düsseldorfer Galerist Rainer M. Ludorff: “Die Besucherzahlen sprechen dafür, dass die neue COLOGNE FINE ART von den Sammlern akzeptiert wird.” Axel Karstedt von der Bremer Galerie Luzán sprach von einem “deutlichen Qualitätssprung beim Publikum im Vergleich zum Vorjahr”. Als besonders erfreulich wertete Dr. Doris Möllers vom gleichnamigen Kunstkontor aus Münster, dass “nicht nur Stammkunden, sondern auch neue Abnehmer kauften”. Und der Bad Homburger Galerist Christian Scheffel stellte fest: “Ich treffe hier genau die Besucher, die ich treffen möchte, darunter auch Museumsleute.”

In der Klassischen Moderne wurden Verkäufe im hochpreisigen Genre zwischen 90.000 € und über 200.000 € getätigt. Darunter waren Ölbilder von Willi Baumeister und Max Pechstein bei der Münchner Galerie Maulberger, ein Ölgemälde von Serge Poliakoff bei der Galerie Française, ebenfalls aus München. Der Dortmunder Wilfried Utermann war mit Werken von Pechstein, Winter und Rohlfs in der oberen Preisklasse erfolgreich.

Zeichnungen, Aquarelle, Grafiken und Kleinskupturen zum Beispiel von Franz Marc, Max Liebermann und Erich Heckel (bei Thole Rotermund, Hamburg), von Picasso und Max Ernst (bei der Galérie Française, München), von Feininger (bei Melsheimer, Köln), von Janni Weibel und Henri Didonet (bei Norbert Blaeser, Steffeln/Eifel), von Picasso sowie Jawlensky (bei Beelte-Preyer, Münster) und Skulpturen (6 Arbeiten von Croissant, 4 von Klinge und 4 von Kriester bei Orangerie-Reinz, Köln) standen in der Publikumsgunst ganz oben.

Im Bereich der zeitgenössischen Kunst gab es sogar Ausreißer über die 200.000er Grenze hinweg. So vermittelte die Galerie Rackey aus Bad Honnef eine Großskulptur von Abraham David Christian für 250.000 Euro in eine Sammlung. Die Galerie Benden & Klimczak, Viersen/Köln, trennte sich bereits am Vernissage-Abend von zwei Werken zum Preis von je 280.000 € von Roy Lichtenstein und Tom Wesselmann. Der Freiburger Galerist Henrik Springmann, der mit einem eigens für die COLOGNE FINE ART konzipierten Projekt von Günther Uecker und dem Fotografen Rolf Schroeter viel Beachtung fand, verkaufte zwei der Objekte für je 39.000 €. Karl Schwind gab ein Ölbild von Werner Tübke “Zwei Knaben mit Truthahn”, 1980, für 50.000 € an einen Kunden aus Thüringen ab. Auch Wolfgang Mattheuers “Blaues Gartentor”, 1982, fand für 17.000 € bei der Leipziger Galerie einen Liebhaber.

Fotografie, ebenfalls ein wichtiges Standbein der COLOGNE FINE ART, zählte zu den gut gefragten Objekten. Die Kölner Galerie van der grinten war erfolgreich mit Fotoarbeiten von Izima Kaoru (Serie für 9.540 €) sowie von Karl Hugo Schmölz und Daniel Gustav Kramer. Fotos von Jörn Vanhöven, Reto Camenich und Thomas Weisskopf zu Preisen zwischen 5.000 und 7.000 € fanden Abnehmer bei der Galerie Römerapotheke aus Zürich. Bei Erhard Witzel aus Wiesbaden waren vor allem Aufnahmen von Dirk Brömmel im zu Preisen zwischen 300 und 4.000 € begehrt, und die Berliner Galerie Fahnemann fand bereits während der Vernissage einen Käufer für eine Wesely-Arbeit für 20.000 €.

Für die Sammler von Art Brut ist die COLOGNE FINE ART ein besonderer Anziehungspunkt. In Köln konzentriert sich das europaweit einmalige Angebot an Outsider-Kunst. In diesem Bereich konnte die Kölner Galeristin Susanne Zander zahlreiche Interessenten für ihre Neuentdeckung Foma Jaremtscuk gewinnen (45 Arbeiten zu Preisen von 750 bis 1.100 €). 45.000 € erzielte die Galerie Ritsch-Fisch aus Strasbourg für ein großformatiges “Triptique” von Hiroyuko Doi, und Werner Fischer aus Berlin verkaufte unter anderem 16 Arbeiten von Paul Goesch, Adolf Wölfli und Michel Nedjar zwischen 5.000 und 10.000 €. Dieter F. Lange von der Siegburger Galerie Wasserwerk, der den Nachlass von Josef Wittlich betreut, konnte einen Sammler aus Amerika nach Köln holen, der sich bei ihm Blätter dieses Art Brut-Künstlers zu Preisen zwischen 5.500 und 14.000 € sicherte. Lange verkaufte zudem mehrere Skulpturen von Erich Bödeker zu 6.000 bis 14.000 €.

Der Bamberger Christian Eduard Franke freute sich bereits zum Messestart über den Verkauf eines Barockgemäldes für 40.000 Euro in eine private Sammlung. Ein impressionistisches Gemälde des Amerikaners Eduard Cucuel zum Preis von 60.000 Euro platzierte der Münchner Kunsthändler Thomas Schneider in einer deutschen Kollektion. Britsch jun. trennte sich von einem Bodenseeschrank von 1803 für 20.000 € und von einer Bodenseestanduhr (um 1810) für 10.000 €. Brigantine 1900 aus München fand Käufer für einige Möbelstücke aus der Jahrhundertwende 19./20. zwischen 10.000 und 20.000 € und für eine rubinrote Lalique-Vase für 25.000 €. Grobusch veräußerte mehrere Silberarbeiten aus den 30er bis 50er Jahren für 7.000 bis 20.000 € und französische Jugendstilobjekte zwischen 15.000 und 20.000 €. Ein österreichischer Besucher “rettete für sein Land”, so Patrick Kovacs, eine Hoffmann-Uhr der Wiener Werkstätten für 18.000 €. Eine Messingskulptur von Franz Hagenauer ging für 9.000 € an einen Sammler.

Die Brenske Gallery war erfolgreich mit der makedonischen Ikone “Königstür” aus dem 18. Jahrhundert im sechsstelligen Preissegment. Meißener Porzellan bis zu 20.000 € je Teil konnte Kunsthandel Holz platzieren.

Udo Seinsoth vom Antiquariat Beim Steinernen Kreuz aus Bremen lobte “die guten Gespräche und die guten Verkäufe”. Er registrierte viel Nachfrage nach seltenen Katalogen und Künstlerbüchern. Er gewann Sammler für eine Max Ernst Vorzugsausgabe (2.500 Euro), für kleinformatige Grafiken von Richter (3.200 Euro) und Polke (1.400 Euro). Angelika Herzogenrath von der Kölner Kunsthandlung Goyert drückt ihre Zufriedenheit mit dieser Messe so aus: “Eine hervorragende Werbeplattform für meine Galerie.” Sie verkaufte zahlreiche Kölnansichten (zwischen 500 und 1.000 €).

Die nächste COLOGNE FINE ART findet 2007 vom 28. Februar bis 4. März in der Kölnmesse statt.